Datenschutz bei Facebook

Der Datenschutz bei Facebook lässt zu wünschen übrig. Und seit Januar 2015 gelten für  Facebook-Mitglieder neue Allgemeine Geschäftsbedingungen. Das Unternehmen will damit mehr Daten sammeln und Werbeanzeigen personalisieren. Wie schützt man sich vor unerwünschter Werbung und  der automatischen Gesichtserkennung?

Neue AGBs zum Datenschutz bei Facebook

Facebook wertet seit 2015seitdem verstärkt Informationen über besuchte Seiten und genutzte Apps außerhalb des Netzwerks aus. Kritisch wird damit vor allem die mobile Nutzung:  Wer keine Werbung auf Basis der Standortdaten wünscht, muss die GPS-Funktion deaktivieren.

Wer die neuen AGBs nicht akzeptieren will, muss sein Nutzerkonto löschen. Wer es behält, soll durch die neuen Datenschutzregelungen auch Vorteile haben. Facebook will seine Nutzungsbestimmungen transparenter gestalten. Mitglieder können genauer bestimmen, wer ihre Einträge ansehen kann und herausfinden, warum sie eine bestimmte Werbung sehen.

Privatsphäre schützen vor Facebook-Zugriff

Datenschützer und Politiker kritisieren die mangelnde Transparenz der neuen AGBs. Damit Facebook und andere Website-Betreiber den Datenschutz ansatzweise bewahren und Ihre Daten nicht für „nutzungsbasierte Online-Werbung“ nutzen, können Sie auf mehreren Websites widersprechen, u. a. auf Your Online Choice oder AudienceScience.

“Nutzt Facebook auch Whatsapp-Daten?” fragten sich Nutzer spätestens, als das Unternehmen den Kurzmitteilungsdienst Anfang 2014 für 19 Milliarden US-Dollar übernahm. Und im Sommer 2016 wurde es durch eine unscheinbare Nachricht von Whatsapp zur Gewissheit. Auch hier: eine Ankündigung zur Änderung der AGB.

Wer hier nicht aufgepasst und das Häkchen zur Zustimmung zur Datennutzung  nicht entfernt hat, hatte die Möglichkeit nur noch bis zum 26.09.2016. Wem das alles zu unsicher ist, der sollte seinen Account löschen und auf andere Messenger wie Threema umsteigen.

Gesichtserkennung lässt sich nicht abschalten

Die Sache mit der unerwünschten Werbung ist aber banal gegen eine für die Privatsphäre bedenkliche Funktion, die Facebook in Europa einführt: die automatische Gesichtserkennung. Seit Langem läuft über jedes hochgeladene Bild bei Facebook eine Gesichtserkennungssoftware – unabhängig davon, ob der Nutzer die Funktion ein- oder ausgeschaltet hat.

In Zukunft besteht die Möglichkeit,  Bilder zu markieren mit “Bin ich” oder “Bin ich nicht”. Damit wird der Algorithmus permanent gefüttert und es entsteht ein Fundus an Bildmaterial und persönlichen Daten.  Der Konzern dreht den Spieß um und behauptet in einem Blogbeitrag, dass auf keinen Fall Features eingeführt werden, die “Fremden sagen, wer du bist”.

Das Gegenteil ist der Fall. Big brother is watching you! Mit dem Vorantreiben der Gesichtserkennung erfährt der Konzern noch mehr über seine Nutzer und ihre Interaktionen. Wer wen wann und wo getroffen hat, wird offengelegt. Das soziale Netzwerk sammelt Daten nicht nur aus dem digitalen, sondern auch aus dem echten Leben.

Summary
Article Name
Datenschutz bei Facebook
Description
Seit Januar 2015 gelten für 1,4 Milliarden Facebook-Mitglieder neue Allgemeine Geschäftsbedingungen. Das Unternehmen will damit mehr Daten sammeln und Werbeanzeigen personalisieren. Wie steht es um den Datenschutz ? Erfahren Sie, wie man Nutzungsbasierter Online-Werbung widerspricht und Profile kontrolliert.
Author
Publisher Name
Kathrin Schubert
In Kategorie: Social Media

Über den Autor

Veröffentlicht von

Als Texterin und zertifizierte Freie Lektorin ADM bin ich für viele Agenturen und KMUs in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Ich schreibe Artikel für Online-Magazine wie onpage.org und optimiere Websites. Dieser Blog entstand aus der Idee, meine Kunden und Teilnehmer meiner Vorträge auf dem SEO-Laufenden zu halten.