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SEO-Newcomer: Voice Search

Voice Search kommt gerade ganz groß raus und wird schon bald ein wichtiges SEO-Kriterium sein. Mit einem simplen „OK Google“ startet eine Sprachsteuerung – allerdings nur, wenn der mobile Such- und Sprachassistent Google Now, aktiviert ist. Wer unterwegs Informationen sucht, spart sich das Tippen auf Smartphones. „OK Google“ beantwortet Fragen und stellt Ergebnisse mit Text, Bildern und Grafiken dar. Doch woher kommen all die persönlichen Informationen?

Gläsern durch eine Mobile App

Auf Android-Smartphones und -Tablets ab der Version 4.1 ist der Google Now Service vorinstalliert. iPhone- und iPad-Besitzer können die kostenlose App „Google-Suche“ herunterladen. Wer eine Smartwatch oder andere Wearables trägt, sieht die Google Now Daten auf seinem Handgelenk. Auch Drittanbieter-Apps sind installierbar, darunter eBay, mytaxi oder Airbnb.

Der neue Voice Search Trend macht deutlich, wie wichtig Local SEO geworden ist. Denn sobald Ihr Smartphone die gesprochene Adresse verstanden hat, navigiert er Sie dank Google Maps bis vor die Haustür seines Fahrtziels. Oder bestellt gleich ein Taxi – ganz ohne Telefonwarteschleife.

Google denkt für dich!

Auf GMail-„Karten“ sieht der Nutzer auf einen Blick Verkehrsnachrichten, Sportergebnisse oder Kalendereinträge. Die Alltagsorganisation fällt leichter, doch der „big brother“ macht seine Nutzer gläsern. Er liest ihnen im wahrsten Sinne von den Lippen ab, was sie gerade brauchen – weil sie es irgendwann in die Google Suchmaske eingegeben haben. Der Google Knowledge Graph vergisst nichts.

Wer Google Now wirklich nutzen will, sollte sich nicht nur Gedanken über die verminderte Akkulaufzeit seines Smartphones machen. Um den Service zu nutzen, gibt man viele Daten und seinen Standort preis. Google Now greift auf persönliche Kalender und Google+-Profile zu, um an Geburtstage zu erinnern. An eine GMail-Adresse geschickte Bordkarten erhalten automatisch einen QR-Code zum Vorzeigen am Terminal. Praktisch – oder bedenklich?

Keine Zeit für freie Zeit

Durch personalisierte, standortbezogene Informationen wird nichts mehr dem Zufall überlassen. Bleibt zwischen Terminen Zeit, wird der Nutzer zum nächsten Geschäft oder Restaurant gelotst. Google Now kann spontane Entscheidungen verhindern und dem Nutzer suggerieren, dass er mit müßigen Momenten nur seine Zeit verschwendet. Doch darüber streiten sich die Geister.  Und George Orwell lässt grüßen.

In Kategorie: Google Dienste

Über den Autor

Veröffentlicht von

Als Texterin und zertifizierte Freie Lektorin ADM bin ich für viele Agenturen und KMUs in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Ich schreibe Artikel für Online-Magazine und optimiere Websites. Dieser Blog entstand aus der Idee, meine Kunden und Teilnehmer meiner Vorträge auf dem SEO-Laufenden zu halten.

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